Einfacher Zylinderdeckel eines 6,9 cm³-Modellflugmotors, mit Glühkerzengewinde und vier Schrauben
Zylinderdeckel an einer
Piaggio Ciao Mofa, mit Zündkerzenstecker
Zylinderdeckel mit Dekompressionsventil am Motor einer
NSU Quickly
Der Zylinderdeckel sitzt auf dem Zylinder eines Verbrennungsmotors und schließt diesen gasdicht ab. Er findet ausschließlich Verwendung bei Motoren, deren Ladungswechsel innerhalb des Zylinders bzw. unterhalb des Deckels gesteuert wird. (Zweitakter, Knight- und Schiebermotoren, seitengesteuerte Viertakter, etc.) Er ist schlicht ein „Deckel“ für einen Zylinder, anders als der Zylinderkopf: Dieser nimmt alle Organe zum Ladungswechsel (Ventile, Kipphebel, Ventilfedern und ggf. deren Steuerung mit der Nockenwelle) auf.
Der Zylinderdeckel ist eine besonders einfache Bauform des Zylinderkopfs, da keine bewegten Teile in ihm enthalten sind (mit Ausnahme eines möglichen Dekompressionsventiles, siehe Bild). Der Zylinderkopfdeckel, besser und gebräuchlicher Ventildeckel genannt, sitzt auf dem Zylinderkopf eines Verbrennungsmotors. Er bildet die abnehmbare Abdeckung des Gehäuses für die Ventilsteuerung und verhindert das Austreten des Schmieröls und das Eindringen von Verschmutzungen. Bei einigen sehr alten Motoren fehlt dieser Deckel, so dass man die Ventilfedern und gegebenenfalls die Ventilsteuerung im Betrieb sehen kann.
- Jan Trommelmans: Das Auto und seine Technik. Motorbuchverlag, Stuttgart 1992, ISBN 3-613-01288-X.
- Wilfried Staudt: Handbuch Fahrzeugtechnik. Band 2. Bildungsverlag EINS, Troisdorf 2005, ISBN 3-427-04522-6.