Die Zylinderabschaltung ist ein Ende der 1970er Jahre erfundenes System zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauches von Verbrennungsmotoren.
In Fahrsituationen mit niedrigem Leistungsbedarf wird die Kraftstoffzufuhr unterbrochen beziehungsweise kein Kraftstoff eingespritzt. Dabei werden die Ventile der Zylinder geschlossen gehalten, um Gaswechselverluste zu vermeiden. Diese Maßnahme kann den Kraftstoffverbrauch um bis zu 15 % reduzieren. Je nach System kann entweder eine komplette Zylinderbank (V-Motoren) oder auch einzelne Zylinder (Einzelzylinderabschaltung) abgeschaltet werden. Das System wird, unter anderem aus Komfortgründen und wegen der größeren Einsparungmöglichkeiten, hauptsächlich bei Motoren mit mindestens acht Zylindern oder bei Hybridantrieben eingesetzt. Bei Hybridantrieben wird der gesamte Verbrennungsmotor abgestellt und im reinen Elektrobetrieb gefahren.
- Peter A. Wellers, Hermann Strobel, Erich Auch-Schwelk: Fachkunde Fahrzeugtechnik. 5. Auflage, Holland+Josenhans Verlag, Stuttgart, 1997, ISBN 3-7782-3520-6