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Im Gegensatz zur sogenannten Gemischschmierung, bei dem das Zweitaktöl dem Kraftstoff direkt zugesetzt wird (üblicherweise im Verhältnis von 1:25 bis 1:60), erfolgt die Getrenntschmierung im Regelfalle über eine Ölpumpe, die dem Kraftstoff das in einem separaten, kleinen Tank befindliche Zweitaktöl erst im Ansaugtrakt (z. B. vor dem Membranblock) dem Kraftstoff zusetzt. Die Pumpleistung der Pumpe ist dabei variabel und wird in aller Regel, wie auch die Kraftstoffzufuhr, über die Stellung des Gasdrehgriffs variiert.
Durch diese Konstruktion ergeben sich besonders im Alltagsbetrieb Vorteile gegenüber der Mischungsschmierung:
- beim Tanken muss der Kraftstoff muss nicht jedes mal extra mit Öl versetzt werden
- weniger Ölverbrauch als bei Gemischschmierung, da der Motor nicht ständig mit maximaler Schmierung läuft (das Mischverhältnis von Öl und Kraftstoff ist bei der Gemischschmierung auf die Höchstbelastung des Motors ausgelegt und daher bei weniger Belastung, wie im Alltag üblich, deutlich zu fett)
- bessere Abgaswerte durch geringeren Ölverbrauch
- bessere Verbrennung im Teillastbereich, da mehr Benzinanteil im Gemisch vorhanden ist
- weniger Verunreinigungen in Auslasskanälen und Auspuffanlagen durch sauberere Verbrennung im Teillastbereich
Durch die Getrenntschmierung entstehen allerdings auch Nachteile, die dafür sorgen, das insbesondere im Motorsport und bei kleinen Motoren ausschließlich Mischungsschmierung eingesetzt wird:
- zusätzliches Gewicht und zusätzlicher Platzbedarf durch Zusatztank, Pumpe und Bowdenzüge (kommt vor allem bei Geräten wie Motorsägen zum tragen)
- kompliziertere Konstruktion und damit verbundene Fehleranfälligkeit durch die genannten Bauteile
- Da ein Motor im Motorsport üblicherweise sehr stark belastet wird, ergibt sich durch die lastabhängige Getrenntschmierung in diesem Einsatzbereich kein Vorteil gegenüber der Mischungsschmierung.