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Die Forschungsvereinigung Verbrennungskraftmaschinen e.V. (FVV) ist eine Vereinigung von Unternehmen zur Förderung der Wissenschaft und zur gemeinschaftlichen, vorwettbewerblichen Forschung in der Bundesrepublik Deutschland. Die FVV hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist in das dortige Vereinsregister als gemeinnütziger, technisch-wissenschaftlicher Verein eingetragen.
Inhaltsverzeichnis |
Die Forschungsvereinigung Verbrennungskraftmaschinen e.V. wurde am 6. Oktober 1956 von 27 Mitgliedsunternehmen aus den Bereichen Verbrennungsmotoren, Verbrennungsturbinen und der Zulieferindustrie gegründet. Die Grundlagen der deutschen Gemeinschaftsforschung der Verbrennungskraftmaschinen und somit die Anfänge der FVV gehen jedoch auf das Jahr 1952 zurück, als innerhalb der Fachabteilung „Verbrennungsmotoren“ des VDMA erste Gemeinschaftsarbeiten zwischen den Motorenherstellern und ihren Zulieferern zustande kamen. Aufgrund der positiven Erfahrungen des gemeinsamen Austausches wurde die Ausweitung der gemeinsamen Arbeiten beschlossen. So wurde aus der Fachgemeinschaft Kraftmaschinen des VDMA heraus die FVV mit dem Zweck gegründet, die vorwettbewerbliche, wissenschaftliche Forschung im Bereich der Verbrennungskraftmaschinen zu fördern.
In den Anfangsjahren waren hauptsächlich die Hersteller von Großdieselmotoren und stationären Gasturbinen vertreten. Heute gehören zur FVV sämtliche deutsche Kraftfahrzeughersteller OEM, Motoren- und Turbinenhersteller, zahlreiche große und mittelständische Unternehmen der Zulieferindustrie sowie Entwicklungsdienstleister. Innerhalb der 131 Mitgliedsunternehmen (Stand Januar 2009) befinden sich zunehmend auch immer mehr internationale Unternehmen als außerordentliche Mitglieder. Die FVV hat sich in ihrem mehr als fünfzig jährigen Bestehen zu dem Netzwerk der Motoren- und Turbomaschinenforschung entwickelt, das die gemeinsame Forschung in der Branche vorantreibt, indem sie Experten aus Industrie und Wissenschaft zusammenbringt. Im Zuge der FVV Arbeit wurden bisher rund 1.000 Projekte mit einem Volumen von über 330 Millionen Euro initialisiert. Der Schwerpunkt der unterschiedlichen Projekte liegt dabei hauptsächlich in der kontinuierlichen Verbesserung der Effizienz und der Emissionswerte von Motoren und Turbinen.
Das oberste Prinzip der FVV ist die industrielle Gemeinschaftsforschung und die Förderung der Zusammenarbeit von Staat, Wissenschaft und Wirtschaft. Unternehmen, die ursprünglich in Konkurrenz stehen, arbeiten innerhalb der FVV zusammen, diskutieren und initialisieren Forschungsprojekte und teilen sich die gewonnenen Ergebnisse. Durch diese enge Verzahnung findet ein permanenter Know-How Transfer von der Wissenschaft in die Wirtschaft statt.
Die Schwerpunkte der aktuellen Forschungsprojekte liegen in folgenden Bereichen:
Die Organe der Vereinigung sind:
Die Finanzierung der Projekte erfolgt durch die jährlichen Mitgliedsbeiträge und eingebrachten Technologien und Hardware sowie durch öffentliche Fördermittel, insbesondere des Bundesministeriums für Wirtschaft (BMWi) über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) .
Die FVV Projekte fördern maßgeblich die praxisorientierte Ausbildung des wissenschaftlichen Ingenieurnachwuchses. Im langfristigen Durchschnitt begleitet jedes FVV Projekt eine Promotion sowie zwei Studien- und Diplomarbeiten an den Hochschulen.
Mit dem ETA Nachwuchsförderpreis zeichnet die FVV alle zwei Jahre junge Talente aus, die mit ihren Studien- oder Diplomarbeiten einen wichtigen Beitrag zum Erfolg der Forschungsprojekte geleistet haben.
Neben der naturgemäßen engen Zusammenarbeit mit der AiF als Trägerorganisation der industriellen Gemeinschaftsforschung kooperiert die FVV mit den folgenden Organisationen:
Zudem bestehen mit allen bedeutenden Technischen Hochschulen in Deutschland langjährige Kooperationen. Weitere Partner sind die Institute der Forschungszentren von Fraunhofer Gesellschaft und DLR. Neben der Zusammenarbeit mit Forschungspartnern im deutschsprachigen Ausland gewinnen Kooperationen mit Wissenschaftlern in ganz Europa an Bedeutung.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Forschungsvereinigung_Verbrennungskraftmaschinen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Die hier sichtbare Version wurde zuletzt am 17.10.2009 modifiziert und kann von Original abweichen.
