Eine Einspritzanlage ist ein in der Gesamtheit ein System an Verbrennungsmotoren, um unter Überdruck stehende Kraftstoffe über eine Rohrleitung mit Hilfe eines gesteuerten Ventils und einer Zerstäubungsdüse mit einen oxidierendem Gas, meist Luft zu vermischen und der Verbrennung zuzuführen. Dabei wird der Kraftstoff mit einer Pumpe unter Überdruck gestellt oder steht wie bei Flüssiggasen bereits mit ausreichendem Überdruck zur Verfügung.
Damit unterscheidet sich die Anlage somit vom Vergaser, der durch die Strömungsgeschwindigkeit der angesaugten Luft gemäß den Gesetzen der Strömung nach Bernoulli und Venturi mit einem (relativem) Unterdruck arbeitet.
Einspritzanlagen werden sowohl für Diesel- wie auch für Benzinmotoren eingesetzt. In Dieselmotoren wurde bereits Anfang des 20. Jahrhunderts innerhalb weniger Jahre die damals übliche Kraftstoffeinblasung mittels Druckluft durch Einspritzanlagen abgelöst.
Bei Benzinmotoren setzte sich die Einspritzanlage später und langsamer durch, da der Vergaser ein hinreichend genaues, sparsames und vor allem kostengünstiges Prinzip der Gemischbildung ist. Verschiedene Flugmotoren wurden bereits in den 1930er Jahren serienmäßig mit einer Einspritzanlage ausgestattet, aber selbst bis in die Gegenwart konnte die Vergasertechnik in der Fliegerei nicht vollständig abgelöst werden. Benzinbetriebene Automotoren werden seit den 1960er Jahren mehr und mehr mit Einspritzanlagen ausgestattet. Aufgrund ständig steigender Anforderungen hinsichtlich Verbrauch und Emission hat hier die Einspritzanlage inzwischen die Vergasertechnik nahezu vollständig verdrängt.
Eine Einspritzanlage besteht unabhängig vom motorischen Verbrennungsprinzip aus folgenden Komponenten:
[Bearbeiten] Arten der Einspritzanlagen
- Saugrohreinspritzung (Single Point, Multi Point)
- Direkteinspritzung