Die Hersteller müssen ihre Motorenbaureihen (wie übrigens die europäischen Automobilbauer ebenso) sehr langfristig planen, aufgrund immens hoher Fertigungs-Investitionskosten, die es über Jahrzehnte und über viele Karosserie-Modifikationen hinweg zu nutzen gilt. Daher gibt es Standards an Entwicklungen, die sich teils über Jahrzehnte als Baureihen-Kennzeichnungen allein über die dreiziffrige Angabe des Hubraums in Kubikzoll bereits identifizieren lassen. Oftmals reicht dem Kenner so eine dreistellige Zahlenfolge wie „426“ zur Identifikation einer Motorenbaureihe.
| cubic inches |
cm³ |
Beschreibung |
| 231 |
3786 |
Maschine von Buick, General Motors, produziert seit 1962. Verfügbar mit Leistungen bis zu 250 PS (mittels Turbo-Aufladung) |
| 289 |
4736 |
Maschine im Ford-Konzern, Hubraum 4,7 Liter. Sogenannter „Windsor“ -Motor. V8-Zylinder, verbaut im Ford Mustang von 1961 bis 2001 |
| 301 |
4933 |
Motor von Pontiac, verbaut nur von 1977 bis 1981, eine ungewöhnlich kurze Zeitspanne für Motorengrößen. Mit Turbo in Pontiac Trans AM- und Formula-Fahrzeugen eingesetzt. Leichter als der Chevrolet-305er. |
| 302 |
4949 |
Ford-Maschine, eingesetzt im Mercury Cougar, Eliminator und Ford Mustang unter dem Namen „Boss Engine 302“. |
| 305 |
4498 |
Motor von General Motors für Chevrolet und andere Marken, in vielen Versionen gebaut von 1976 bis 2003. Sogenannter „Small Block“ |
| 327 |
5359 |
General Motors-Maschine für Chevrolet und Opel, verbaut u.a. auch im Opel Diplomat V8. Gebaut von 1962 bis 1965, teils auch mit Benzineinspritzung. |
| 350 |
5736 |
Maschine von General Motors für Pontiac, Buick und Oldsmobile. Dieser Motor wurde durch den 327er Chevrolet-Motor ersetzt. |
| 351 |
5752 |
Von Ford als erweiterte Hubraum-Variante des „Windsor“-289-Motors herausgebracht und als „Boss 351“ oder „Cleveland“ bezeichnet. |
| 383 |
6277 |
Von General Motors ab 1960 für Dodge, Jensen, Plymouth und Chrysler produziert. „Einstiegsdroge“ in den sogenannten „Big Block“-Bereich mit 6,3 Liter Hubraum |
| 396 |
6490 |
GM-Motor für Chevrolet Corvette, Chevrolet El Camino und Chevrolet Chevette mit 6,5 Litern Hubraum, gebaut zwischen 1965 und 1972 |
| 400 |
6556 |
Größte Ausbaustufe des „Small Block“ von General Motors, obschon diese Hubraumgröße bereits im „Big Block“-Bereich ansiedelt. Hubraum von 6,6 Liter, extrem lange Bauzeit von 1955 bis 1979 |
| 426 |
6982 |
Motor von General Motors zum Einsatz in NASCAR-Rennmaschinen von Chevrolet. Sieben Liter Hubraum mit halbkugelförmigen Brennräumen („hemi“ = hemisphaeric) und daher sehr günstigen thermischen Verhältnissen für beste Wirkungsgrade. Bekam den Ehrennamen „elephant machine“. Nur 11.000 Maschinen gebaut |
| 427 |
6998 |
Klassisches Bigblock-Format sowohl von Ford als auch von General Motors für Chevrolet, Hubraum sieben Liter. Bei Chevrolet gebaut nur von 1966 bis 1969, bei Ford hingegen von 1958 bis 1976. Maschine für die Sportwagen Ford GT40, Galaxy, AC Cobra und Ford Fairlane |
| 428 |
7014 |
Ford-Maschine bis 1970, leitete über in die Größe 429 |
| 429 |
7031 |
Der letzte Ford-Bigblock mit über 7 Liter Hubraum, gebaut von 1968 bis 1997, benannt auch als „Boss 429“ und „Cobra Jet“. Bis zu 440 PS |
| 440 |
7211 |
General-Motors-Maschine mit 7,2 Litern Hubraum. Sogenannter „Mopar V8“, gebaut von 1966 bis 1978. Bekannt unter den Beinamen „Magnum“ (Dodge), „TNT“ (Chrysler), „Super Commando“ (Plymouth (Automarke)) |
| 454 |
7441 |
Motor für Corvette und Chevelle. Letzter „Power Motor“ mit 7,4 Litern Hubraum, bis zu 450 PS |
| 455 |
7457 |
Maschine mit 7,4 Litern Hubraum von General Motors für Oldsmobile, Buick und Pontiac Trans Am |
| 500 |
8195 |
Von General Motors für Cadillac herausgebrachter Motor von 8,2 Liter Hubraum. Gebaut von 1970 bis 1976 mit bis zu 190 PS. Im Hubraum als größter PKW-Motor bis heute ungeschlagen, auch seitens europäischer Tuner, die (z. B. Brabus) die Zwölfzylinder-Motoren von Mercedes-Benz bis 7,3 Liter Hubraum aufzubohren schafften. |